Shelina Islam - Freie Redakteurin

Shelina Islam




Home

Reportagen

Filme

Ausstellungen

Über mich

Impressum + Datenschutz

Kontakt

[Login]

 

Das Gütesiegel.

Arbeitsbedingungen in einer zertifizierten Welt

 

Deutschland 2013

Laufzeit: 44:00 min
Sprache: Spanisch mit dt. UT
Kamera/Schnitt/Ton: Bodo Marks
Redaktion/Untertitel: Shelina Islam
Gesamtproduktion: Bodo Marks, Shelina Islam

Gefördert von: Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt

Filmseite:  www.guetesiegel-film.de 

Vertrieb durch C.C. Buchner: www.ccbuchner.de

 

Synopsis

Viel, billig, und das am liebsten das ganze Jahr über – der industrielle Gemüseanbau im südspanischen Almería liefert zu jeder Jahreszeit, was man von ihm verlangt. Knapp 28 % des in Almería produzierten Gemüses wird nach Deutschland exportiert. Einen immer größeren Anteil daran hat das Biogemüse, denn ökologisch angebaute Lebensmittel gehören in den meisten europäischen Ländern mittlerweile fest zum Speiseplan.

An den Arbeitsbedingungen der Arbeiter hat das wenig geändert. Tausende meist papierlose Immigranten aus dem Maghreb oder Ländern südlich der Sahara schuften in der spanischen Gemüseproduktion. Nachts schlafen viele von ihnen in slumartigen Behausungen, die sie auf Brachland zwischen dem Plastik errichten. Sie leben hier ohne Strom, Trinkwasser oder Schutz vor Übergriffen.

Unter den europäischen Verbrauchern wächst seit Jahren ein Bewusstsein dafür, unter welchen Bedingungen ihre Nahrungsmittel produziert werden. Deutsche Discounter und Supermärkte werben heute daher immer mehr auch mit sozialer Nachhaltigkeit. Sie stützen sich auf Zertifizierer wie GlobalGAP oder rufen - wie Rewe mit Pro Planet - ihre eigenen Initiativen ins Leben.

Eine unüberschaubare Anzahl von Zertifikaten und Labeln signalisieren dem Verbraucher, Gutes zu tun. Doch kann ein Zertifikat ein Hebel sein, um die Produktionsbedingungen grundlegend zu ändern? Wie effizient sind die Kontrollen? Und was kommt von den guten Vorsätzen am Ende bei den Arbeitern an?

Das Gütesiegel begleitet die andalusische Landarbeitergewerkschaft SOC, die sich seit Jahren für die migrantischen Arbeiter im „Plastikmeer“ einsetzt, und lässt dabei Arbeiter, Produzenten, Zertifizierer, Regierungsmitarbeiter, Wissenschaftler und Juristen zu Wort kommen.



Las Cunetas - In den Straßengräben Spaniens

 

Spanien / Deutschland 2012

Laufzeit: 20:48 min
Sprache: Spanisch mit dt. UT
Kamera/Schnitt/Ton: Bodo Marks
Interviews/Übersetzung: Shelina Islam
Gesamtproduktion: Bodo Marks, Shelina Islam

Filmseite: www.las-cunetas.de

Film auf YouTube

 

Synopsis

150.000 Opfer der Franco-Diktatur gelten in Spanien nach wie vor als „verschwunden“. Sie liegen auch Jahrzehnte nach dem Ende der Diktatur noch in anonymen Gräbern im ganzen Land verscharrt. Der Verein zur Wiedergewinnung des historischen Gedächtnisses (Asociación para la Recuperación de la Memoria Histórica, ARMH) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Familien bei der Exhumierung ihrer Angehörigen zu helfen. Er bricht damit ein Tabu, das die spanische Gesellschaft seit Jahrzehnten prägt.

Mithilfe von etwa 500 Freiwilligen recherchiert der ARMH Einzelfälle in ganz Spanien, dokumentiert sie und führt die Exhumierungen in Eigeninitiative durch. So auch diejenige von Antonio Fernández, genannt „El Cesterín“. Der 24-jährige Korbflechter wurde in der Nacht des 9. Oktober 1936 von Franco-Milizen aus seinem Haus in einem Bergdorf nahe Ponferrada abgeführt, brutal ermordet und in einem Feld neben der Straße vergraben. Seine Söhne Constantino und Antonio, damals anderthalb Jahre und zwei Monate alt, wuchsen in dem Glauben auf, ihr Vater sei bei einem Nachbarschaftsstreit ums Leben gekommen. Aus Angst vor Repressalien verschwieg ihre Mutter ihnen den wahren Grund.

Mehr als 70 Jahre sollte es dauern, bis der Enkelin des Ermordeten, Adriana Fernández, Zweifel an der offiziellen Familiengeschichte kamen. Sie begann, von ihrem Heimatland Argentinien aus zu recherchieren und stieß bald auf Beweise, die ihre Zweifel bestätigten.

Am 7. Oktober 2011 reiste sie gemeinsam mit ihrem Vater Constantino und ihrem Onkel Antonio zur Exhumierung ihres Großvaters nach Spanien.